Anonyme Bewerbungen

Ergebnisse des Pilotprojekts

Diskriminierungen vermeiden - können das anonyme Bewerbungen?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

das bundesweite Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle "Anonyme Bewerbungen" ist mittlerweile abgeschlossen und hat, insbesondere in Bezug auf die Chancen von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, positive Ergebnisse gezeigt.

Die SPD-Fraktion hatte bereits am 27.10.2010 einen Antrag gestellt, mit dem Ziel zu überprüfen, inwieweit es bei der Stadtverwaltung in ausgewählten Bereichen möglich wäre, bei der Personalauswahl ebenfalls in einer Art Pilotprojekt mit anonymisierten Bewerbungen zu arbeiten.

Dies wurde wegen des scheinbar hohen Aufwandes (z.B. dem Verbergen entsprechen-der Daten in den Bewerbungsunterlagen u.ä.) zunächst abgelehnt. Später wurde dann aber signalisiert, dass ein solches Verfahren - sollte das Pilotprojekt auf Bundesebene positive Ergebnisse zeigen - bei Onlinebewerbungen denkbar wäre.

Ein weiteres Ergebnis des oben genannten Pilotprojektes auf Bundesebene ist, dass nun Vorlagen für anonyme Bewerbungen existieren, die den geschilderten Aufwand erheblich minimieren und die Bundesagentur für Arbeit in Aussicht gestellt hat, entspre-chende "Masken" für online-Bewerbungen zu entwickeln.

Uns ist durchaus bewusst, dass die Stadt Nürnberg sehr bemüht ist, nicht nur Diskrimi-nierungen bei der Personalauswahl zu vermeiden, sondern hier insbesondere durch den Frauenförderplan diesen aktiv zu begegnen.

Wir nehmen die Ergebnisse des Pilotprojektes dennoch zum Anlass für folgenden

Antrag:

Die Verwaltung prüft, in welchen Bereichen des Konzerns Stadt anonyme Bewerbun-gen möglich sind und inwieweit dabei die demnächst zur Verfügung gestellten Vorlagen eingesetzt werden können.

Antragsteller

Gabriele Penzkofer-Röhrl
stv. Fraktionsvorsitzende
e-Mail: gabi.penzkofer-roehrl@​odn.de