Stadträtinnen zu Besuch im Geburtshaus
AG Sozial besuchte Alternative zu Klinik und Hausgeburt
Seit diesem Jahr hat Nürnberg wieder ein Geburtshaus. Frauen können nun wählen, ob sie ihre Kinder zu Hause, in der Klinik oder eben diesem Geburtshaus zur Welt bringen möchten. Hier wird die Geburt durch eine Hebamme betreut, welche die werdenden Mütter schon vorher kennenlernen können. Außerdem können die Frauen noch am gleichen Tag das Geburtshaus verlassen, die Geburt findet hier ohne den Einsatz von Schmerzmitteln statt. Dafür wird hier laut dem Verein „mamaprotest Franken“ auf die beste Medizin gesetzt, das Vertrauen zwischen Hebamme und Gebärender.
Das „alte“ Nürnberger Geburtshaus musste schließen. Die Aufwendungen für die Haftpflichtversicherung mit 4.700 Euro waren so hoch, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich war. Diesem Problem nahm sich die Initiative „mamaprotest Franken“ an. Sie sammelten Geld, mieteten die neuen Räume an und renovierten diese gemeinsam mit dem Vermieter, der dem Vorhaben sehr aufgeschlossen gegenüber stand.
Das Haus wird noch immer immens von dem Verein und aus Eigenleistungen unterstützt. Langfristig ist jedoch geplant, die Kosten durch die Hebammen und durch Leistungen aus den Krankenkassen zu decken. Der Verein geht davon aus, dass dies bei 6 Geburten im Monat erreicht werden kann. Diese Zahl werden die Betreiber auch locker erreichen. Seit dem 8. Januar wurden bereits 3 Geburten in dem Haus durchgeführt und zu den monatlichen Info-Abenden kommen viele Interessentinnen.
Trotzdem sind Verein und Haus noch auf weitere Unterstützung angewiesen. Ein Antrag bei der Zukunftsstiftung der Sparkasse wurde beim ersten Anlauf abgelehnt. Für das kommende Jahr wird aber ein erneuter Antrag gestellt. Die Stadträtinnen von der AG Sozial hoffen, dass dieser dann erfolgreich wird.

