Zu Presseberichten über die CSU-Forderung einen Konzertsaal auf dem Augustinerhof-Gelände zu bauen, erklärt der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Christian Vogel:
„Der CSU geht es beim Konzertsaal weniger um eine historische Chance, wie sie behauptet, sondern in erster Linie um den Kommunalwahlkampf. Anders ist das widersprüchliche Verhalten der CSU nicht zu erklären. Derzeit legt sich die CSU auf einen Standort fest, nämlich den Augustinerhof. Das Prüfverfahren zur Suche eines geeigneten Standortes, das von der CSU-Kulturreferentin geleitet wird, verzögert die CSU aber gleichzeitig. Zur Klarstellung: Im Juni 2013 wurde der Augustinerhof aus dem Prüfungen herausgenommen – mit den Stimmen der CSU-Stadtratsfraktion, auf Vorschlag der CSU-Kulturreferentin. Nun, da die Untersuchungen für andere denkbare Standorte längst laufen, beantragt die CSU, den Augustinerhof doch zu untersuchen. Den Antrag hierfür stellt die CSU aber nicht für den im Januar tagenden Stadtrat, sondern erst für die nächste Sitzung des Kulturausschusses, welche erst am 14. März stattfindet. Wie eilig hat es die CSU also mit der Klärung der offenen Fragen?
Zweimal hat sie nun Chancen verstreichen lassen, den Augustinerhof unter die Lupe zu nehmen. Gleichzeitig drängt die CSU die Stadt zur Eile. Doch was ist mit dem Kosten? Kann sich die Stadt das am Augustinerhof wirklich leisten? Was wird aus den existierenden und kurz vor dem Baubeginn stehenden Bauplänen für ein Hotel, Wohnungen und Büros am Augustinerhof? Wie soll der Verkehr abgewickelt werden? Was sagen die Bürgerinnen und Bürger? Alle diese Fragen sind noch offen. Anders als die CSU, interessieren wir uns sehr für diese Punkte und legen uns deshalb auch nicht vorschnell fest.
Für uns bleibt es bei dem Vorgehen, dass mit Zustimmung der CSU unter der Leitung der CSU-Kulturreferentin begonnen wurde: Erst wird geprüft und dann wird entschieden. Alles andere ist grob fahrlässig. Herr Brehm will die Stadt ohne seriöse Klärung – vielleicht auf Geheiß der CSU-Minister in der Münchner Landesregierung – in eine riskante Position drängen. Die Quelle wurde von der Staatsregierung hoppla hopp zu einem möglichen Milliardengrab abgestempelt. Was der Stadt ein Konzertsaal auf dem Augustinerhof kosten würde, spielt hingegen im Wahlkampf offenbar keine Rolle mehr. Wir bleiben deshalb bei unserem Weg. Erst prüfen wir den Bedarf, die Kosten und alle relevante Faktoren. Dann bilden wir uns gemeinsam mit den Bürgerinn und Bürgern dieser Stadt eine Meinung und nicht dann, wenn die CSU wegen des nahenden Wahltermins öffentliche Manöver vollführt.“

