Wohnbauoffensive auf den Weg gebracht

SPD handelt gegen zu stark steigende Mieten

Gerald Raschke und Fabian Meissner

Der Bedarf an neuen Wohnungen ist in Nürnberg ungebrochen. Um ausreichend bezahlbaren  Wohnraum bereit stellen zu können, hat die SPD bereits einiges angestoßen. So wurden die Quoten gesenkt, damit bei neuen Projekten auch Sozialwohnungen geschaffen werden. Um die Baukosten zu senken, wurden die Stellplatzanforderungen verändert und in zwei Stadtteilen wurden Grundstücke nicht nach dem höchsten Gebot, sondern als sogenannte Konzeptvergaben mit sozialen Auflagen vergeben.  Nun haben wir eine weitere Wohnbauoffensive gestartet. Mit ihr wollen wir drei zentrale Herausforderungen meistern. Zum einen müssen mehr Wohnbauflächen zur Verfügung stehen – mit Hilfe eines Wohnflächengutachtens wollen wir 50 Hektar zusätzlich an Bauflächen ausweisen. Zum anderen muss die Bautätigkeit erhöht werden – dazu beschleunigen wir die Abläufe zur Herstellung der Baureife (Ausweisung von Ausgleichsflächen, Erschließung der Grundstücke usw.) durch die Einsetzung eines Wohnbaukoordinators und mehr Personal. Drittens muss der Anstieg der Mieten gedämpft werden. Dazu lassen wir das gesamte Wohnungsangebot in der Stadt betrachten. Darin  müssen günstige Wohnungen und solche für höchste Ansprüche in Balance sein. Laufen Neubauten und Altbaurenovierungen unkoordiniert nebenher, droht der Anteil der billigeren Unterkünfte stark abzusinken und somit das gesamte Mietniveau zu explodieren. Deshalb fordern wir eine Modernisierungsstrategie. Mit ihr sollen sich die Wohnungsunternehmen freiwillig auf ein angemessenes Vorgehen verpflichten. Die Kriterien sollen die „energetische Qualität“, die  „soziale Qualität“ und eben die „Bezahlbarkeit“ sein. Mit diesem Maßnahmenbündel beugen wir Ausuferungen auf dem Wohnungsmarkt vor und handeln für den Erhalt von bezahlbaren Wohnungen.