Historie nicht vergessen

SPD setzt sich erfolgreich für eine Erinnerung an den alten Nordbahnhof ein

SPD-Stadträtin Ruth Zadek

Der SPD-Ortsverein Nordbahnhof-Vogelherd startete eine Initiative, die von der Rathaus-SPD in einen erfolgreichen Antrag umgesetzt wurde: Der Kulturausschuss des Nürnberger Stadtrates beschloss, in geeigneter Form, zum Beispiel mit einer Gedenktafel, auf den ehemaligen Kopfbahnhof Nürnberg Nord unweit der heutigen Grolandstraße hinzuweisen. Dieser ehemalige Bahnhof, der hauptsächlich für den Güterumschlag genutzt wurde, gab der heutigen WBG-Siedlung ihren Namen. Bereits vor einigen Jahren wurde der Bahnhof komplett stillgelegt. Das so freigewordene Gelände ist nun neu bebaut. Nachdem die Gleisanlagen vollkommen demontiert wurden, weist nun nichts mehr auf die ursprüngliche Nutzung hin.

„Wir wollen an dieser Stelle einen Hinweis, der den Menschen erklärt, was hier einmal gewesen ist. Unser Anliegen als Sozialdemokraten ist es, Stadtgeschichte lebendig in den Köpfen zu halten. Deswegen habe ich die Initiative des örtlichen SPD Ortsvereins gerne aufgegriffen“, erklärt Ruth Zadek, kulturpolitische Sprecherin der Rathaus-SPD.

Auf ein bestimmtes Design und den exakten Standort des neuen Erinnerungsstückes wollte sich der Kulturausschuss noch nicht festlegen. Es wurde vereinbart, dass durch das Stadtarchiv zunächst die verfügbaren Unterlagen gesichtet und die geschichtlichen Daten des Nordbahnhofes genau recherchiert werden. Danach wird ein Erläuterungstext zum Gedenken an den Bahnhof vorbereitet. Zu ihm passend werden dann eine Gestaltung und der genaue Ort für das Gedenken durch die Stadtverwaltung ausgesucht.