Stabilisierung der Flüchtlingshilfe in der Stadt Nürnberg

Nürnberg organisiert eine Konferenz mit allen gesellschaftlichen relevanten Akteuren, mit dem Ziel Erfahrungen auszutauschen und Problemstellungen und Anliegen zu sammeln!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 

in Nürnberg sind, wie in vielen anderen Kommunen, Bürgerinnen und Bürger aktiv bei der ehrenamtlichen bzw. auch berufsmäßigen Unterstützung der Flüchtlinge, die in unsere Stadt kommen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt zur Integration – jedoch beginnt mit der Übersiedlung von den Erstaufnahmeeinrichtungen in Unterkünfte der Kommunen, erst die eigentliche Integrationsleistung. Hier brauchen die vielen Ehrenamtlichen Unterstützung und Hilfestellungen. Jedoch benötigen auch die Kommunen selbst langfristig eine bessere finanzielle Unterstützung aus den Integrationsprogrammen von Bund und Ländern. Die Kommunen müssen langfristig Wohnraum zur Verfügung stellen, sie organisieren Integrations- und Deutschkurse, sie beschäftigen sich mit den unbegleiteten Flüchtlingen, bringen Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten und Schulen unter und sollen, nicht zuletzt, möglichst auch für die vielen Flüchtlinge, die z.T. großes Wissen und Potenzial mitbringen, auch Arbeit zur Verfügung stellen bzw. zumindest eine Ausbildung zu ermöglichen.  

In Nürnberg ist es bislang geglückt, unter anderem durch das Sofortprogramm des Stadtrats, die Flüchtlinge unterzubringen, sie professionell wie ehrenamtlich zu begleiten. Es fehlen jedoch nachhaltige Strukturen, bzw. ein Netzwerk, um Erfahrungen auszutauschen bzw. auch Probleme zu formulieren und nicht zuletzt auch, um sich gegenseitig zu stützen.  

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung auch in Nürnberg. Viele beteiligen sich hier, das Klima ist freundlich und viele engagieren sich, damit Flüchtlinge hier möglichst gut aufgenommen werden können und sich willkommen fühlen. 

Um einen Austausch zwischen denjenigen zu organisieren, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, stellt die SPD-Stadtratsfaktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag: 

Die Stadt Nürnberg organisiert eine Konferenz, zu der alle gesellschaftlich relevanten Akteure eingeladen werden und sich austauschen können. Dazu zählen neben den Bürgervereinen und Vorstadtvereinen, Sportvereine, die Rettungsdienste und Sozialverbände und die Jugendverbände sowie die Ehrenamtlichen. Ziel soll ein Erfahrungsaustausch sein, eine Sammlung von Best Practice Beispielen als auch eine Sammlung von Problemstellungen bzw. Anliegen. Die Stadt berichtet ebenfalls von ihren Initiativen und Schwerpunkten der Arbeit.  

Ein weiteres Ziel sollte es sein, die zivilgesellschaftlichen Kräfte zu stärken und zu vernetzen und damit auch die Nachhaltigkeit dieser entstehenden Strukturen zu fördern und damit die Willkommenskultur in der Stadt gegenüber fremdenfeindlichen Ressentiments zu unterstützen. 

Antragstellerin

 

Dr. Anja Prölß-Kammerer

Fraktionsvorsitzende