Platz vor dem Karl-Bröger-Haus wird zum „Willy-Prölß-Platz“

  • von  Redaktionsteam
    20.06.2016
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Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung vom 16. Juni beschlossen, den Platz zwischen Karl-Bröger-Straße und Karl-Bröger-Tunnel nach dem sozialdemokratischen Politiker und Bürgermeister Willy-Prölß zu benennen. Die Rathaus-SPD zeigt sich erfreut, dass damit die außerordentlichen Verdienste des Altbürgermeisters und Ehrenbürgers Willy Prölß zwei Jahre nach seinem Tod gewürdigt werden.

Willy Prölß war langjähriger Bürgermeister der Stadt Nürnberg: von 1972 bis 1996 bekleidete er das Bürgermeisteramt der Stadt Nürnberg. Doch seine politische Karriere begann schon weitaus früher. 1930 wurde er in eine zutiefst sozialdemokratische Familie geboren. Sein Vater und sein Großvater waren während der NS-Zeit verfolgt worden, der Großvater musste für seinen Widerstand gegen die Nationalsozialisten für insgesamt 10 Jahre ins KZ Flossenbürg und ins KZ Dachau. Noch während seiner kaufmännischen Lehre bei der Bleistiftfabrik Staedtler stieg daher auch Willy Prölß in die Kommunalpolitik ein. 1945 trat er der Sozialistischen Arbeiterjugend – Die Falken – bei. 3 Jahre später, mit 18 Jahren, übernahm er Aufgaben im gewerkschaftlichen und politischen Bereich. Mit 26 Jahren wurde er Mitglied im Stadtrat, wo er 12 Jahre lang, von 1960 bis 1972 das Amt des Fraktionsvorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion inne hatte.

Besonders wichtig war ihm der Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg, sowie die Verbesserung der Nürnberger Infrastruktur: er förderte maßgeblich den Bau der U-Bahn sowie den Ausbau der NürnbergMesse. Die Errichtung kultureller Einrichtungen wie der Meistersingerhalle lag ihm ebenfalls am Herzen. Genauso tatkräftig brachte er auch die integrativen Maßnahmen nach der Eingemeindung der Orte Boxdorf, Großgründlach, Neunhof, Brunn, Fischbach, Katzwang, Kornburg und Worzeldorf im Jahre 1972 voran.

Willy Prölß starb im März 2014.