Nürnberger Wochen gegen Rassismus gefordert

SPD für Vernetzung und Koordinierung der antirassistischen Aktivitäten in Nürnberg

Rassismus und rechtes Gedankengut sind leider auch in Deutschland noch weit bis in die Mitte der Gesellschaft verbreitet.  Das belegte zuletzt auch wieder die „Mitte-Studie“ der Universität Leipzig. Laut dieser wünscht sich jeder Zehnte in Deutschland einen „Führer, der mit starker Hand regiert“. Jeder Zehnte hat Vorurteile gegenüber Juden, mehr als jeder Zweite hält Sinti und Roma für kriminell und über 40% sind der Meinung, dass Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland verboten werden sollte. Die SPD-Stadträtin und integrationspolitische Sprecherin Diana Liberova erklärt: „Rassismen und Vorurteile haben Menschen aller Nationalitäten, Religionen und Altersgruppen. Umso wichtiger ist es, im Sinne  unseres Grundgesetzes und unseres Leitbildes von einer solidarischen Stadtgesellschaft diesen Entsolidarisierungserscheinungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu begegnen. Wir müssen die Aktivitäten der vielen Akteure gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit auf allen politischen Ebenen unterstützen. Ein Schritt dahin könnte die Einrichtung von „Nürnberger Wochen gegen Rassismus sein.“  

In vielen Kommunen im gesamten Bundesgebiet und auch in Mittelfranken werden seit einigen Jahren anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März „Internationale Wochen gegen Rassismus“ organisiert. Die Stadt Nürnberg hat sich bis jetzt an den Aktionen nur sporadisch beteiligt. Regelmäßigere und vor allem koordiniertere Aktionen wären laut Liberova wünschenswert. Die SPD-Stadträtin sieht dabei beispielsweise in den vielen Nürnberger „Schulen ohne Rassismus“ viel Potenzial. Deren Aktivitäten könne man in solchen Antirassismuswochen bündeln. Aber auch an der Arbeit des Menschenrechtsbüros, der Allianz gegen Rechtsextremisums und des Nürnberger Rats für Integration und Zuwanderung lasse sich anknüpfen. Daher stellt sie im Namen der SPD Nürnberg den Antrag, die „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ ins Leben zu rufen.