Eine Informationsstätte für die Opfer des Faschismus in Nürnberg

Interimsaufwertung des Platzes im Herbst

Mit dem Platz der Opfer des Faschismus gibt es in Nürnberg einen Ort, der an die vielen Opfergruppen des NS-Regimes erinnert. Die Aufwertung und Umgestaltung des Platzes wird derzeit konzeptionell erarbeitet. Daneben soll es ab Herbst eine Interimsaufwertung bis zur „großen Umgestaltung“ geben, damit der Platz wieder ein würdigeres Erinnern und Gedenken ermöglicht. Die SPD hatte sich lange für eine solche Aufwertung eingesetzt und freut sich, dass ihre Forderung damit endlich umgesetzt wird.

„Es gibt aber auch immer noch den Wunsch vieler Menschen, dass ein Ort geschaffen wird, an dem die Geschichten der Opfer bzw. Widerstandskämpfer in Nürnberg präsentiert werden“, hält Kulturpolitikerin Diana Liberova fest. „Diesem Wunsch könnte man mit der Einrichtung einer Informationsstätte entgegen kommen“, meint sie.

Kürzlich wurde der SPD-Fraktion bekannt, dass der Laden der ehemaligen Glaserei Reissinger (Platz der Opfer des Faschismus 8) seit einiger Zeit leer steht und der Vermieter eventuell noch über Nutzungsmöglichkeiten nachdenkt. Vor diesem Hintergrund fordern die SPD-Stadträtinnen Diana Liberova und Dr. Anja Prölß-Kammerer die Verwaltung auf, die Nutzung dieser Räumlichkeiten als Informationsraum zu den verschiedenen Gruppen, denen mit dem Platz der Opfer des Faschismus gedacht werden soll, zu überprüfen. Es wäre damit eine Möglichkeit gegeben, dem Wunsch vieler Gruppen nachzukommen und hier einen Raum für das Gedenken und für die Würdigung dieser Menschen zu schaffen“, so Liberova.

„Die Zeitzeugen, die so einen immens wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten, werden immer weniger. Es bleibt eine Herausforderung, wie man würdiges Gedenken ermöglichen und den nächsten Generationen die Möglichkeit geben kann, aus der Geschichte zu lernen“, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Anja Prölß-Kammerer.