„Aktionsplan gegen Antisemitismus“ entwickeln und umsetzen
Antrag der SPD-Stadtratsfraktion
Die SPD-Stadtratsfraktion erneuert aufgrund des zunehmend erstarkenden Antisemitismus auch in Nürnberg ihr Forderung nach einem klaren „Aktionsplan gegen Antisemitismus“. Dieser soll verschiedene Maßnahmen gegen antisemitische Haltungen bündeln und in Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinschaft Nürnbergs sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren erarbeitet werden.
Hierzu erklärt die SPD-Stadträtin Diana Liberova:
„Wir müssen leider ein weltweites Erstarken des Antisemitismus feststellen. Auch in unserer Stadt werden antisemitische Haltungen wieder mehr und mehr sicht- und hörbar. Wir erneuern deshalb unsere Forderung, mit einem städtischen ‚Aktionsplan gegen Antisemitismus‘ entschlossen zu handeln. Dies ist leider weiterhin aktuell und nun mehr denn je dringend notwendig. Als Stadt des Friedens und der Menschenrechte sowie aufgrund der nationalsozialistischen Vergangenheit Nürnbergs tragen wir dabei eine besondere Verantwortung.“
„Es liegt nun an uns, dass jüdische Kinder sich nicht mehr davor fürchten müssen beleidigt und angegriffen zu werden, dass die Synagogen nicht mehr so beschützt werden müssen und dass wir keine antisemitischen Paroli mehr ertragen müssen. Eine klare Haltung in dieser Sache ist nicht nur für die Menschen jüdischen Glaubens in unserer Stadt wichtig, sondern auch für eine wehrhafte Demokratie. Mit einem Aktionsplan zeigen wir, dass wir nicht nur Sonntagsreden halten können, sondern auch bereit sind Mittel in die Hand zu nehmen, um konkrete Maßnahmen zu entwickeln und zu handeln.“

