Nürnberg Young City - eine Stadt der Jugend und für die Jugend
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
in den letzten Jahren wurde unsere Gesellschaft von einigen Krisen heimgesucht. So wurden wir mit einer Pandemie konfrontiert, die von einem Krieg mitten in Europa in der Wahrnehmung der Gesellschaft abgelöst wurde. Daraufhin bzw. daraus folgten die Energiekrise und eine große Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine. Hinzu kamen noch der Krieg im Nahen Osten sowie das Erstarken der Rechtsextremen und der Intoleranz in der Gesellschaft.
Vor allem bei jungen Menschen führte es teilweise zu einer sehr großen Verunsicherung, was sich in inzwischen messbaren Schwierigkeiten vor allem im Bereich der psychischen Gesundheit, Resilienz und sozialem Miteinander führte. Auch die Eltern und damit die gesamten Familien stellten und stellen die Krisen vor große Herausforderungen und hat zu Verschiebungen und neuen Realitäten in den Familienstrukturen geführt. Kinder und Jugendliche im Blick zu behalten und eine Politik zu betreiben, die den jungen Menschen gerecht wird, ist eine wichtige Säule für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Das Bekenntnis zur Demokratie und das Vertrauen in unser System sind Voraussetzungen für die demokratische Stabilität unseres Landes.
Gerade während der Pandemie haben Kinder und Jugendliche vielfach Rücksicht genommen auf zu schützende Bevölkerungsgruppen und waren in ihrer Entfaltung stark eingeschränkt, was teilweise nachweisbare Folgen hatte. Diesen jungen Menschen etwas zurückgeben, um einen Ausgleich zu versuchen, muss aus unserer Sicht daher stark in den Focus gerückt werden.
Dies soll auf der strukturellen und der individuellen Ebene passieren.
So stellt die SPD-Stadtratsfraktion zur Behandlung im Stadtrat folgenden
Antrag:
Die Verwaltung soll eine Initiative „Nürnberg Young City“(NYC) ins Leben rufen, die folgende Punkte beinhaltet:
- Die bestehenden Angebote der und in der Stadt werden bekannter gemacht. Dies kann z.B. durch eine social media Kampagne mit der Vorstellung der Angebote der Stadt geschehen. Außerdem soll die Initiative NYC einen Platz auf der Landingpage nuernberg.de bekommen.
- Die Stadt organisiert eine Plakataktion mit Veranstaltungen für Jugendliche (z.B. Rathausclubbing, Jugendfilmfestival, Dancefestival u.ä.)
- Die Stadt unterstreicht die große Bedeutung der kommunalen und verbandlichen offenen Kinder -und Jugendarbeit und hält am bedarfsgerechten Ausbau der Kinder- und Jugendhäuser und der Aktivspielplätze fest.
- An den Zielen des Ausbaus der sozialpädagogischen Unterstützung sowie JAS an den Schulen wird festgehalten. Die Stadt Nürnberg setzt sich dabei für verbesserte Finanzierung von JAS weiterhin beim Freistaat ein.
- Das Projekt "Grow Happy" soll evaluiert und ggf. verstetig werden.
- Die Stadt Nürnberg verdoppelt die Mittel für das Beteiligungsprojekt "Laut", damit, die Projekte der jungen Menschen schneller umgesetzt werden können. Es soll dabei berücksichtigt werden, dass die Personalkosten, die in dem Zuschlag mitbeinhaltet sind, dynamisiert werden.
- Ergänzt sollen die Maßnahmen durch ein „Willkommen im Jugendalter - Paket“ werden, welches zum 14. Geburtstag an die Jugendlichen übergeben wird. Dieses Paket soll auf der einen Seite Gutscheine von Partnern aus der Wirtschaft beinhalten (Sport-, Kultur oder auch Essenskleinigkeiten) und auf der anderen Seite die Angebote der Stadt für die Jugendlichen näherbringen. Deswegen soll dieses „Paket“ in der Jugendeinrichtung in der Nähe unter Angabe der persönlichen Nummer abgeholt werden können.
Die Verwaltung benennt die zur Umsetzung der genannten Maßnahmen zusätzlich notwendigen Personal- und Finanzressourcen sowie die Haushaltsjahre, in denen die Ausgaben anfallen, ausgehend von einem Umsetzungsbeginn 2025.
Mit freundlichen Grüßen



Ihre Ansprechpartnerinnen
Diana Liberova
Stadträtin
und
Claudia Arabackyj
stv. Fraktionsvorsitzende
und
Yasemin Yilmaz
jugendpolitische Sprecherin

