
Verkehrspolitik
400.000 Menschen nutzen täglich die Nürnberger U-Bahn. Die SPD fördert die U-Bahn seit Jahrzehnten und arbeitet daran, dass die Zahl der Fahrgäste noch weiter steigt. Der Verkehr in der Stadt wird dadurch massiv entlastet und umweltfreundlich organisiert.
Hätte die SPD Ende der 60er Jahre nicht auf die U-Bahn gesetzt, sähe unsere Stadt heute anders aus. Denn die Vision der „autogerechten Stadt“ hatte auch in Nürnberg Konjunktur. Doch wir konnten umlenken. Seither hat der Straßenbau vorrangig das Ziel, die Stadt zu entlasten – durch Bündelung des Autoverkehrs auf den Hauptverkehrssträngen. Der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs bekam Vorrang. Mit Erfolg: Seit 1975 hat der Autoverkehr innerhalb der Ringstraßen nicht mehr zugenommen.
Diese langfristige Verkehrspolitik haben wir auch in der ersten Hälfte der aktuellen Wahlperiode weiterverfolgt. Wir haben die Voraussetzung dafür geschaffen, dass neue Straßenbahnlinien und Ergänzungen im U-Bahn-Netz geplant werden können. Die U2 und die U3 wurden automatisiert, die U3 wird bis zum Friedrich-Ebert-Platz weitergebaut und im Süden in Richtung Gebersdorf vorangetrieben. Die Straßenbahn durch die Pillenreuther Straße, mit der eine durchgehende Linie vom Tiergarten zum Südfriedhof entsteht, haben wir durchgesetzt. Die Planung der Straßenbahnlinie zum Wegfeld ist beschlossen. Überall in der Stadt wurde die Straßenbahn durch intelligente Ampelsteuerung beschleunigt.
Um die Stadt weiter zu entlasten, wurde der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellweg geplant. Ausgebaut wird sich viel Verkehr aus den Stadtteilen dorthin verlagern. Wirksamer Lärm- und Abgasschutz sowie städtebauliche Verbesserungen sind mit eingeplant.
Für die Erschließung des Flughafens und zur Entlastung der angrenzenden Wohngebiete, plant das staatliche Autobahnamt eine direkte Anbindung an die Autobahn A 3. Dieser Planung hat die Stadt zugestimmt. Da wir die Anliegen der Bürger vor Ort aber ernst nehmen, haben wir ein 3-jähriges Moratorium für den Bau durchgesetzt, um die Einwände gegen dieses Projekt ohne Zeitdruck noch einmal prüfen zu können.
Das Radwegenetz wurde und wird weiter ausgebaut, auch mit wichtigen Verbindungen in die Region. Viele Lücken konnten wir schließen. Außerdem waren wir maßgeblich an der Aktion „Nürnberg steigt auf“ beteiligt. Mit der Einführung des öffentlichen Radverleihsystems „Noris-Bike“ konnte ein bundesweiter Modellversuch für Nürnberg gewonnen werden.
Wir denken in der Verkehrspolitik langfristig. Unser Ziel heißt: optimale Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger, eine gesunde Umwelt und hohe Wohnqualität. Dieses Ziel haben wir wieder ein gutes Stück voran gebracht.


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