Angebote für Stadtteil-Kinder und- Jugendliche im Südpunkt

Der Südpunkt hat unseres Erachtens die Aufgabe und Verantwortung im Stadtteil (kulturelle) Bildung für die bildungsfernen Schichten in der Südstadt, hier insbesondere für Kinder und Jugendliche, anzubieten

  • von  Ilka Soldner
    09.07.2009
  • Anträge, Soldner

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

im Januar 2009 wurde der Südpunkt in der Nürnberger Südstadt eröffnet. Nach einiger Zeit tauschten sich verschiedene Stadtteileinrichtungen für Kinder und Jugendliche im Arbeitskreis JUKIDS über erste Erfahrungen mit dem Südpunkt aus.   

Zu Beginn wurde der Südpunkt von den Kindern und Jugendlichen „entdeckt“, es gab keine Berührungsängste. Sie nutzten intensiv die Lernspiele im Lernzentrum und  zeigten Interesse am Haus und seinen Angeboten. Die am Anfang kostenlose Nutzung des Lernzentrums wurde nach wenigen Wochen kostenpflichtig. Daraufhin kamen deutlich weniger Kinder und Jugendliche. 

Die an den Südpunkt angrenzenden Stadtteile weisen einen besonderen Entwicklungsbedarf aus, wie die Datengrundlage für den Einsatz von Stadtteilkoordinatoren zeigt. Neben dem hohen Arbeitslosen- und Migrationsanteil ist besonders die Zahl der Jugendhilfeleistungen deutlich höher als in der Gesamtstadt (siehe z.B. Strukturdaten Gibitzenhof/Rabus, JHA 26.3.2009 TOP 6).

Der Südpunkt hat unseres Erachtens die Aufgabe und Verantwortung im Stadtteil (kulturelle)  Bildung für die bildungsfernen Schichten in der Südstadt, hier insbesondere für Kinder und Jugendliche, anzubieten. Es besteht ein immenser Bedarf an niedrigschwelligen, möglichst kostenlosen Bildungs- und sinnvollen Freizeitangeboten im weitesten Sinne.

Die SPD-Stadtratsfraktion hält es deshalb für notwendig, den Südpunkt mit seinen räumlichen und inhaltlichen Möglichkeiten und Ressourcen für Kinder und Jugendliche im Stadtteil nutzbar zu machen und stellt zur Behandlung in den zuständigen Ausschüssen  folgenden 

Antrag:

Die im Südpunkt vertretenen Bereiche (Bildungszentrum mit Lernzentrum, Kulturladen, Stadtteilbibliothek) erarbeiten ein, aus verschiedenen Bausteinen der Bereiche bestehendes, inhaltlich abgestimmtes Konzept mit niedrigschwelligen Angeboten für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil, möglichst unter Einbeziehung der StadtteilkoordinatorInnen.

Hierbei ist an direkte Angebote für Kinder und Jugendliche ebenso wie an Kooperationsangebote an Stadtteileinrichtungen gedacht. 

Unter anderem vorstellbar wäre z.B.  

- 1 x pro Woche offene Nutzung des Lernzentrums für Konsolenspiele, die geistig und körperlich fit machen.

- 1 x pro Woche kostenloses Lernangebot im Lernzentrum.  

- Stadtteilkinderdisco im Saal.

- Freie Bewegungsraumkapazitäten für Stadtteileinrichtungen und Gruppen kostenlos.  

- Dabei sollte auch dargestellt werden, wie die Anleitung der Kinder auch im Hinblick auf die wertvollen Geräte und Ausstattungen organisiert wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

Gebhard Schönfelder
Vorsitzender