Bahnhof Fischbach: Kopfschütteln über Verweigerungen
SPD ärgert sich über Schwarzer-Peter-Spiel
Die Deutsche Bahn AG, das Eisenbahn-Bundesamt und das Bundes-Verkehrsministerium lehnen es nach wie vor ab, die S-Bahnstation Fischbach mit einem zweiten Zugang nachzurüsten. Dies geht aus einem Brief hervor, den der bayerische Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) an Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. UIrich Maly (SPD) schrieb. Darin heißt es, dass das Bundesverkehrsministerium und das Eisenbahn-Bundesamt die Förderfähigkeit als nicht gegeben ansehen. Die Deutsche Bahn AG halte einen zweiten Zugang zudem für nicht erforderlich.
„Im Klartext heißt das: Keiner will für einen zweiten Zugang zahlen. Keiner ist bereit Verantwortung dafür zu übernehmen, dass hier durch eine schlechte Planung eine sehr gefährliche Situation entstanden ist. Keiner sieht sich in der Lage, die hochgefährliche Situation zu entschärfen. Der Freistaat nicht, die Bahn nicht, der Bund nicht. Das einzige, was alle gut können, ist, den Schwarzen Peter weiter zu schieben“, ärgert sich der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Christian Vogel. Er hat, wie seine Kollegen der anderen Ratsfraktionen, von Oberbürgermeister Dr. Maly eine Kopie des aktuellen Schreibens aus dem bayerischen Verkehrsministerium erhalten. „Ich kann da nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Bürger sind verärgert. Sie sorgen sich, dass es zu einem Unfall kommt. Bahn, Bund und Freistaat müssen sich jetzt endlich bewegen und den Fehler, den sie gemacht haben korrigieren“, fordert Vogel die Verantwortlichen eindringlich auf.
Zum Sachverhalt: Die Bahnsteige des S-Bahnhofs Fischbach liegen oberhalb der vielbefahrenen Löwenberger Straße. Früher konnten die S-Bahnnutzer von den Zügen über zwei Zugänge auf jede Straßenseite gelangen, ohne die Straße überqueren zu müssen. Heute halten die Züge an einem neuen Bahnsteig, zu dem es nur noch einen Zugang gibt. Gerade viele Schulkinder überqueren nun abseits der Fußgängerampel die Straße, um zu den dortigen Bushaltestellen zu gelangen. Die konkrete Unfallgefahr wurde von städtischer Seite bereits belegt.
Die entsprechende Vorlage für den Verkehrsausschuss des Nürnberger Stadtrates finden Sie hier


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Diskussion
Sehr geehrter Herr Vogel,
diesen Betrag von Ihnen, Bahnhof Fischbach bei Nürnberg, habe ich erst bein durchschauen im Internet entdeckt. Wäre es nicht sinnvoll dieses Problem vor Ort mit den Bürgern zu Diskutieren?Es wäre bestimmt ein Gewinn wenn die SPD-Stadträte einen Ortstermin vornehmen und damit den Bürgern zeigen, dass es nur Gemeinsam, Bürgerdruck, zur Lösung kommen kann. Auch wäre es sehr wichtig zu diesem Termin den Herrn Wirtschaftsminister einzuladen. Sehr wichtig ist aber, dass das nicht auf die lange Bank geschoben wird, sondern schnelle Erledigung findet.
mfg
horst riedhammer