CSU lässt beim Augustinerhof Weitsicht vermissen
Sind der CSU die Kosten und die Folgen für die Altstadt völlig egal?
Zum Vorwurf der Mutlosigkeit bei der Standort-Entscheidung für einen Konzertsaal erklärt der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Christian Vogel:
Der CSU fehlt bei der Standortfrage mittlerweile die nötige Weitsicht. Ihr OB-Kandidat ist so sehr darum bemüht, im Wahlkampf den starken Mann zu spielen, dass er bei dieser immens wichtigen Entscheidung leider nur noch einen Termin im Blick hat: den der Kommunalwahl am 16. März. Weil dieses Datum näher rückt, will er den Eindruck vermitteln, eine historische Chance würde vertan, wenn man sich nicht auf der Stelle auf den Augustinerhof festläge. Dabei war es die CSU selbst, die das Verfahren zur Standortsuche verzögert hat und es war die CSU selbst, die den Augustinerhof im Sommer 2013 aus dem Kreis der möglichen Standorte ausgeschlossen hatte.
Die jetzige Festlegung der Nürnberger CSU für den Augustinerhof - ist sie nun aus dem Himmel gefallen oder wurde sie aus München eingeflüstert? - hat daher mit Entschlusskraft leider nichts zu tun. Auch wenn sich Herr Brehm noch sehr bemüht, sich unbedingt mit diesem Attribut zu schmücken.
Seine Maskerade gibt einen anderen Blick frei: Der CSU ist es in dieser Angelegenheit offenbar völlig egal, wie mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen wird. Und die CSU lässt die angebrachte Sensibilität für die Nürnberger Altstadt vermissen. Anders lässt es sich für mich nicht erklären, wie man bei diesem Areal, dass den Nürnbergerinnen und Nürnbergern so wichtig ist, im Handstreich eine Nutzung als Konzertsaal verfügen will - ohne Prüfung der Kosten, ohne Beachtung der Folgen, ohne Prüfung von Alternativen. Diese Art der Politik ist nicht mutig, sie ist unseriös.
Für die SPD bleibt es dabei: Wir prüfen erst und dann entscheiden wir - und wir machen es nicht umgekehrt, wie es die CSU tut.“

