Am Südbahnhof entsteht ein neuer Stadtteil
Areal wird für Wohnhäuser, Grünflächen und Gewerbe genutzt
So sieht die Aufteilung für die Nutzung des Areals aus.
Unsere Stadt bekommt einen neuen Stadtteil - mit einem großen Anteil Grünflächen, Wohnhäusern und Platz für Gewerbebetriebe. Er entsteht auf dem Areal des ehemaligen Südbahnhofs an der Brunecker Straße.
Was ist geplant?
Auf der Grundlage einer Rahmenvereinbarung der Stadt Nürnberg und der Bahn (aurelis) aus dem Jahr 2004 werden die alten Bahnflächen in Nürnberg mit einer Ausdehnung auf insgesamt 284 Hektar Zug um Zug entwickelt. Ziel ist dabei, die Flächen jeweils zu einem Drittel für Wohnen, Gewerbe und Grün bereitzustellen. Die circa 90 Hektar umfassende Fläche an der Brunecker Straße ist die größte und komplexeste Einzelfläche im Stadtgebiet. Nach einer langen, intensiven und kontroversen Diskussion in den letzten Jahren, hat sich der Stadtplanungsausschuss im März 2014 auf ein Stufenkonzept mit vier Modulen (siehe Plan) zur Entwicklung des Gebietes geeinigt.
Im Anschluss an die Hasenbucksiedlung wird ein Wohngebiet - Modul 1 - entstehen. In den Modulen 2 und 3 werden die Flächen mit Gewerbe belegt. Sie sind wegen der Lärmbelastung durch den Rangierbahnhof nicht für eine Wohnbebauung geeignet. Im Süden sind optional Flächen für Bedarfe der NürnbergMesse vorgesehen. Für das Modul 4 ist Wohnungsbau geplant, aber auch eine Zwischennutzung als Gewerbenutzung ist nicht ausgeschlossen. Da es noch länger laufende Mietverträge mit Gewerbebetrieben gibt, wird eine endgültige Entscheidung über die Nutzung zu einem späteren Zeitpunkt getroffen
Wie geht es weiter?
In einem städtebaulichen Ideenwettbewerb werden Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner Entwürfe vorlegen, die anschließend aufgrund der hohen stadtentwicklungspolitischen Bedeutung zu einer umfangreichen Öffentlichkeitsbeteiligung führen werden.
Das gesamte Gebiet wird durch übergeordnete Grünzüge strukturiert. Entwicklungsziel ist eine sogenannte „Grüne Mitte“ von 10 Hektar mit einem mindestens sieben Hektar großen Stadtteilpark. Die Verhandlungen in die Länge gezogen hat die Frage der großflächigen Einzelhandelsnutzung, die nunmehr endgültig ausgeschlossen ist. Sie hätte zu erheblichen verkehrlichen Probleme geführt. Die Erschließung des Gebietes mit einer Straßenbahn, welche vom Verkehrsausschuss bereits beschlossen wurde, ist in der Vereinbarung mit aurelis als Ziel festgehalten. Als erste soll die Wohnbebauung am Hasenbuck (Modul 1) umgesetzt werden. Dem folgen die gewerblichen Bauflächen (Module 2 und 3). Die zentrale Fläche (Modul 4) kann wegen langfristiger Mietverträge erst später bebaut werden.
Mit der Entwicklung des Areals an der Brunecker Straße entsteht ein neuer attraktiver Stadtteil, der die Bedarfe für Wohnen und Gewerbe genauso abdeckt, wie die Forderung nach direkt erreichbaren Grün- und Erholungsflächen.


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