Unser Kollege "Theo" war der bekannte, ja, auch medial bekannte, Vertreter der griechischen Einwohner unserer Stadt. Er war auch einfach "der Grieche" im Stadtrat. Er hat uns bereichert durch seine südländische Lebensfreude, seine Tänze und sein jederzeit abrufbares humanistisches Grundwissen. Immer höflich, immer seine Termine wahrnehmend, immer auf eine Wahrung der Form bedacht, zeugte er der den Gremien und Grundregeln unserer lokalen Demokratie stets seinen höchsten Respekt. Alle Achtung Theo!

Horst Förther ist ein Phänomen. Galant, redegewandt, charmant und unglaublich frohgesinnt - auch in schweren Tage und Stunden. Sein Auftreten, seine Menschenliebe gaben gepaart mit seiner Lebenserfahrung, seinem politischem Gespür und seien intellektuellen Fähigkeiten einen Anker in unserer Mitte, den wir schmerzlich vermissen werden - als Bürgermeister, als Ratgeber, als Brückenbauer und vor allem als Mensch! Alles Gute, Lieber Horst!

Abseits des Rampenlichts, jenseits der Schlagzeilensüchtigkeit, bei den einfachen Leuten, bei den normalen Sorgen und Nöten vor Ort, im Kleinen, dort leistete Christine Grützner-Kanis ihren Dienst. Mancher wird Ihre Leistungen erst registrieren, wenn Christine Grützner-Kanis dem Stadtrat nicht mehr angehört. Dann wird erkennbar, mit welcher Zähigkeit sie ihre Themen bearbeitete und sich einsetzte.

Eine, wie Christine, findet man so schnell kein zweites Mal. Einsatzwillig, engagiert über die Haarspitzen hinaus, Feuer und Flamme für die gute Sache, bereit anzupacken, um anderen etwas zu ermöglichen. Fest verwurzelt in einem altruistischen Wertefundament war Christine Limbacher Sozialpolitikerin mit Leib und Leben. Mit ihr geht ein guter Geist aus unseren Reihen, dem wir aber Gott sei Dank, wegen ihrer vielzahligen, freiwilligen Engagements in Vereinen und Verbänden, immer wieder weiter begegnen werden. Genieße Deine Zeit Christine, du hast es Dir verdient!

Neugierig, weltoffen, analytisch. Thorsten Lunz' Redebeiträge waren nie banal. Angetrieben vom Willen Hilfsbedürftigen, die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie wirklich brauchen, ergänzte Thorsten Lunz die politischen Debatten im Stadtrat um wertvolle Aspekte, da er weiter dachte als nur bis zum nächstliegenden Argument. Er war immer versucht, nicht nur Wirkungen zu bearbeiten. Er wollte und will auch Erklärungen finden. Er will Ursachen bekämpfen, keine Verfehlungen bewerten. Das ist ehrenwert. Nutze Deine Stärken Thorsten, Du hast viele!

Wie tief stille Wasser sein können, zeigte allen Kolleginnen und Kollegen Sonja Wild. Sonja Wild ist es fremd, sich nach Vorne oder ins Rampenlicht zu drängen. Sie zählt auch nicht zu denen, die, wenn bereits alles gesagt ist, sich auch noch zu Wort melden, um das vorher gehörte auch nochmal zu erzählen. Aber wenn Sonja Wild das Wort im Stadtrat ergriff, waren ihre Aussagen immer klar, immer strukturiert, immer logisch, schwer zu wiederlegen. Ihre Aussagen waren und sind bedacht und wortgewandt formuliert. Einer vielfach zu beobachtenden Angepasstheit und Konformität setzte Sonja Wild eine erfrischende und wohltuende Individualität und Kreativität entgegen - und sie hat sich nie zu irgendetwas formen lassen, was vielleicht andere gerne aus ihr gemacht hätten.


